Somatik ist ein Forschungsansatz, bei dem Körper und Kognition in Dialog treten, um die Selbstwahrnehmung zu fördern. Indem wir unsere Bedürfnisse und Gefühle anerkennen, können wir unsere Körper in der Welt besser verstehen und unsere Bedingungen und Privilegien erkennen. Der somatische Bereich ist (in Europa) überwiegend von weißen Menschen und der Mittelschicht geprägt, diese Reihe will dieses Thema angehen. Mit einer Vision für ein gutes Leben für alle nimmt die Kritische Somatik die Verantwortung wahr, historische, kulturelle und soziale Kontexte zu berücksichtigen und sich aktiv gegen Diskriminierung zu wenden.
Der Arbeitskreis Kritische Somatik (AKS) sieht sich in der Verantwortung, koloniale, europäische und somatische Geschichten und Aneignungen innerhalb somatischer Praktiken zu verbinden. Wir erkennen das Potenzial der somatischen Arbeit, verschiedene Forschungsbereiche zu beeinflussen und zu verweben, und streben danach, Allianzen zu bilden. Somatische Körperarbeit ist an sich politisch und nur dann wirksam, wenn sie Veränderungen anstrebt, von der persönlichen bis zur strukturellen Ebene.
Mit dem AKS haben wir eine Veranstaltungsreihe zur Einführung in die Kritische Somatik entwickelt und in 2024/2025 durchgeführt.
Themen der Workshops zur Kritischen Somatik03.
Warum Kritische Somatik?
- Intersektionalität, Body-Mind Split,geschichtliche Kontextualisierung, Einführung in die Kritische Somatik
Kritisches Weißsein / Anti-Rassismus als Teil von Kritischer Somatik
- Was ist Kritische Weißseinsforschung? Warum braucht eine Kritische Somatikt Kritische Weißseinsforschung? Weiße Fragilitäten und somatisches Einfühlen.
Feminismus als Teil Kritischer Somatik
- Warum ist Feminismus für alle? Warum sollte eine Kritische Somatik feministisch sein?
Klasse als Teil Kritischer Somatik
- Materielle Ungerechtigkeit, Verschränkung von race, class und gender
Kollektives Trauma
- Epigenetik, kollektive Aufarbeitung versus kollektives Trauma, wie persönliche und kollektive Traumata zusammenhängen können oder vermischt werden? Warum ein intersektionaler Ansatz hier hilft.
Kritische Somatik für nachhaltigen Aktivismus
- Somatik wofür?
- Von der Theorie in die Praxis
- Als Selbstzweck entwickeln wir Handlungsmöglichkeiten, können wir Aktivismus betreiben, ohne in Burnout zu geraten?
In 2026 führen wir einen Kurs „unlearning whiteness – from performative allyship to solidarity and complicity!“ durch.
